Warum Bio-Gemüse und Öko-Gemüse?

Seit Jahren gibt es soetwas wie einen Bio-Boom in Deutschland und der Markt für Bio-Produkte wächst schnell. Zahlreiche Supermarktketten, ja sogar viele Discounter verfügen über eine „Bio-Eigenmarke“. Bio-Produkte sind also schon vollkommen bei uns angekommen. Anfangs wurde noch vorausgesagt, dass sich Bio-Lebensmittel aufgrund des hohen Preises nicht durchsetzen werden können. Doch trotz des höheren Preises fanden/finden guten Absatz und es ist weiter Wachstumspotenzial vorhanden. Viele Fakten, die für den Erwerb und Konsum von Bio-Gemüse, Bio-Obst, von Bio-Lebensmitteln im Allgemeinen sprechen, finden sich im Artikel über Bio-Gemüse.

Die häufigsten Kaufgründe für Bio-Lebensmittel sind laut der Studie „Ökobarometer“ (im Auftrag des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz):

  1. artgerechte Tierhaltung (94%)
  2. die regionale Herkunft bzw. die Unterstützung regionaler Betriebe (89%)
  3. sowie eine geringe Schadstoffbelastung (89%).

Weitere Gründe (unserer Meinung nach) für Bio-Gemüse sind unter anderen:

  • mindestens 95 % der landwirtschaftlich erzeugten Zutaten müssen aus dem ökologischen Landbau stammen
  • keine Spritzmittel
  • kein Kunstdünger
  • artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung der Tiere falls möglich mit selbst erzeugtem Futter
  • vermeiden von Antibiotika-Einsatz
  • keine Genmanipulation / keine Verwendung gen-manipulierter Produkte

Bio-Lebensmittel sind deswegen trotzdem nicht alle uneingeschränkt zu empfehlen. Es gibt Bio-Produkte, die dennoch eine lange Reise hinter sich haben, was oft vernachlässigt wird. Wenn man im Supermarkt ein Bio-Produkt kauft, das vielleicht am einen Ort geerntet, am nächsten verarbeitet und wieder irgendwo anders verpackt wurde, darf man sich eigentlich nicht mehr so sicher sein, etwas für die Umwelt getan zu haben. Genau diesen Aspekt sollte man genau genommen auch bei der Auswahl der Produkte und Lebensmittel beachten. Nur weil ein Produkt „Bio“ oder „Öko“ ist, bedeutet das nicht, dass auch alles drumherum automatisch im Einklang mit der Natur und unserer Umwelt geschehen ist. Gerade auch zum Thema „Bio und artgerechte Tierhaltung“ gibt es interessante Informationen in unserem Beitrag „Die Wahrheit über Bio?„.

Gemüsekiste aus der Region

Besonders bei der Gemüsekiste kann man sich einigermaßen sicher sein, dass für Ernte, Transport, Verpackung nicht Unmengen von Rohstoffen verbraucht und Abgase entstanden sind, die letztlich die Vorteile aufwiegen könnten. Beim Gemüseabo werden lange Transportwege und zusätzliche Verpackung meistens verhindert. Die Auslieferung erfolgt oft in gut geplanten Touren, um die Strecke so kurz wie möglich zu halten. Die Bestandteile der Gemüsekiste werden in der Regel auch gar nicht mehr separat verpackt, sondern in einer wiedervendbaren Kiste transportiert. Die Wege vom Feld bis zum Konsumenten sind natürlich umso kürzer, desto näher der Anbauort, der landwirtschaftliche Betrieb und der Wohnort des Konsumenten beieinander liegen.

Gerade hier werden die Vorteile einer Gemüsekiste (Ökokiste, Frischekiste) offensichtlich, da sie meistens aus Gemüse der Region besteht.