Bio-Gemüse

Der Begriff „Bio“ ist europaweit geschützt. Dies hat zur Folge, dass wirklich nur Gemüse als „Bio“ bezeichnet werden darf, das gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 834/2007 produziert und kontrolliert wurde. Darüberhinaus müssen auch die Durchführungsvorschriften der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 befolgt werden. Nähere Infos inklusive der vollständigen Verordnungen gibts auf oekolandbau.de.

Verschiedene Siegel und Verbände

Es gibt verschiedene Bio-Siegel und Öko-Siegel, die entweder durch staatliche Institutionen oder durch Verbände vergeben werden. So gibt es zum Beispiel das staatliche Bio-Siegel, welches nur bei Erfüllung verschiedener Bedingungen verwendet werden darf. Die Abgrenzung und Erläuterung der verschiedenen Verbände, wie z.B. Bioland oder Demeter ist einen eigenen Artikel wert.

Wann darf Gemüse als Bio-Gemüse bezeichnet werden?

Bedingungen für die Kennzeichnung von Gemüse als Bio-Gemüse sind z.B.:

  • mindestens 95 % der landwirtschaftlich erzeugten Zutaten müssen aus dem ökologischen Landbau stammen
  • keine Spritzmittel
  • kein Kunstdünger
  • artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung der Tiere falls möglich mit selbst erzeugtem Futter
  • vermeiden von Antibiotika-Einsatz
  • keine Genmanipulation / keine Verwendung gen-manipulierter Produkte

Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die berücksichtigt werden müssen, bevor man Gemüse auch als Bio-Gemüse bezeichnen darf. Generell zielt der Bio-Anbau darauf ab, möglichst „natürliche“ Rahmenbedingungen für den Anbau vorzugeben – auch für die Nachhaltigkeit.

Bio-Gemüse ist teurer!

Durch Einhaltung der Vorgaben ist der Ertrag beim Anbau von Bio-Gemüse natürlich nicht so hoch. Die Kosten dagegen sind für die Erzeugerbetriebe in der Regel höher. Die Folge davon ist, dass Bio-Gemüse auch für den Verbraucher teurer ist. Unserer Meinung ist der höhere Preis für Bio-Gemüse aber durchaus gerechtfertigt, da ja auch die Qualität des Gemüses meistens höher ist und man sich sicher sein kann, dass oben aufgeführte Bedinungen erfüllt wurden – wo Bio drauf steht ist also auch Bio drin! Damit das für das Bio-Gemüse auch dauerhaft gilt, sind unabhängige Kontrollen notwendig, deren Kosten der Erzeuger selbstverständlich auf sich nehmen muss. Mit dem Kauf von Bio-Gemüse und Bio-Lebensmitteln leistet man einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Form der Landwirtschaft jenseits von genmanipulierten Pflanzen und Massentierhaltung. Das sollte einem der höhere Preis doch wert sein, oder?

Wem das noch nicht genügt, dem sei der Artikel „Warum Bio-Gemüse“ ans Herz gelegt.